Wir wissen es alle: Vergänglichkeit, Sterben und Tod gehören zum Leben – doch zwischen dem intellektuellen Verstehen und dem emotionalen Annehmen dieser Tatsache liegt für die meisten Menschen ein weiter Weg.
Meditation unterstützt uns dabei, ruhiger zu werden, bewusst wahrzunehmen, was in uns vorgeht und schwierigen Erfahrungen ehrlich und ohne Widerstand zu begegnen. Wir lernen unseren Geist in die Gegenwart zu bringen und den Verstand zum Herzen – und wir beginnen, uns selbst bedingungslos anzunehmen.
Die Kursfolge richtet sich an Menschen, die auf Basis buddhistischer Lehre einen heilsamen Umgang mit Altern, Krankheit, Tod und Trauer entwickeln möchten. Sie ermutigt dazu, schwierigen Erfahrungen der Vergänglichkeit zu begegnen und dabei ihre entlastenden Seiten zu entdecken. Die buddhistische Tradition versteht Alter, Krankheit und Tod als „Götterboten“ – als Hinweise, die uns zu Klarheit und Mitgefühl führen können. Die Mittwochabend-Gruppe bietet dafür Raum, Anleitung und kontinuierliche Begleitung durch erfahrene Kursleiter*innen.
Leitung: Beatrice Bleß-Lieb und Martin Lieb
Beatrice Bleß-Lieb, *1961, Heilpraktikerin für Psychotherapie, Coach für Krisenbewältigung
Martin Lieb, *1965, Heilpraktiker, Gesundheitscoach
Beide begleiten seit langem Sterbende im Hamburger Hospiz im Helenenstift und unterstützen gemeinsam Menschen in der zweiten Lebenshälfte, die sich in Umbruchphasen befinden. Beide verfügen über langjährige Meditationserfahrung und sind Schüler*in von Dr. Sylvia Kolk, von der sie als Stadt-Praxis-Leiter*in autorisiert wurden.
Der Kurs ist auf 2,5 Jahre ausgelegt.
Unsere gut sortierte Bibliothek umfasst inzwischen mehr als 900 Bücher, dazu Zeitschriften, DVDs, CDs und MP3-Dateien zu buddhistischen Themen:
Der Kurs vermittelt buddhistische Meditationstechniken, die Geist und Herz klären, schwierigen Emotionen Raum geben und innere Ruhe fördern. Neben Meditation und verschiedenen Methoden gehören Austausch, Reflexion und kurze Vorträge dazu. Aufgaben zwischen den Terminen unterstützen die Praxis im Alltag. Der Kurs dauert ca. 3-4 Monate.
Voraussetzung: täglich 20 Minuten Meditation, sechs Tage pro Woche.
Vergänglichkeit und Verbundenheit gehören untrennbar zusammen: Alles verändert sich, und gerade daraus entsteht Beziehung. In den Vorträgen wurde deutlich, dass schwierige Gefühle – Angst, Wut, Trauer – nicht überwunden werden müssen, sondern verstanden. Sie zeigen uns, wo wir festhalten an einem Ich, das Sicherheit sucht, obwohl alles im Fluss ist. Wenn wir Vergänglichkeit als natürliche Bewegung anerkennen, verlieren Gefühle ihren Schrecken. Wir können sie begrüßen wie Wetter, das kommt und geht.
In dieser Haltung entsteht Verbundenheit: mit uns selbst, mit anderen, mit dem Leben. Dann wird Mitgefühl möglich – und ein Vertrauen, das auch im Wandel trägt.
Mehr über unsere Geschichte und unseren Ansatz inmitten der Stadt Hamburg nach der buddhistischen Lehre zu leben.