Sinn und Orientierung

Themenschwerpunkt

Was gibt meinem Leben Richtung?

Die buddhistische Lehre sieht den Sinn des Lebens in der Befreiung vom Leiden und dem Erreichen inneren Friedens – für alle fühlenden Wesen. Orientierung wächst, wenn wir innehalten, statt schneller zu werden. Wenn wir uns erlauben, zu fühlen – auch das Schwierige – und zugleich den Blick weiten.

Vertrauen entwickelt sich dabei Schritt für Schritt: durch Hören, Ausprobieren und unmittelbare Erfahrung. Wir lernen, dass Denken allein und Emotionen nicht die ganze Wahrheit sind. Sinn zeigt sich im Dialog mit der Welt, im Mitgefühl für uns selbst und andere. Orientierung entsteht dort, wo Kopf und Herz zusammenarbeiten und wir spüren: Ich bin Teil eines größeren Zusammenhangs.

Unsere Angebote

rund um Sinn & Orientierung

Inspirierende Vorträge, Übungstage und Workshops

Im Rahmen unseres Veranstaltungsprogramms gestalten Gastlehrer*innen aus verschiedenen buddhistischen Traditionen und aus angrenzenden Bereichen bei uns Vorträge und Übungstage – meistens von Freitagabend bis Samstagabend, mitunter auch während eines gesamten Wochenendes. Die Vorträge werden im Hybridformat durchgeführt, so dass auch Interessent*innen, die weiter weg wohnen, online teilnehmen können. Audioaufzeichnungen der Vorträge sind in der Mediathek zu finden. Übungstage und Workshops finden ausschließlich live in unseren schönen Räumen statt.

Viele der Stadt-Praxis-Leiter*innen sind mit Vorträgen, Workshops und anderen Angeboten im Veranstaltungsprogramm aktiv. 

Darüber hinaus bereichern weitere Personen aus unseren Reihen mit vielfältigen Angeboten unser Veranstaltungsprogramm.

Mit einem etwa monatlich erscheinenden Newsletter kannst du dich über die kommenden Veranstaltungen auf dem Laufenden halten.

Mehr erfahren über die Buddha-Lehre

Unsere gut sortierte Bibliothek umfasst inzwischen mehr als 900 Bücher, dazu Zeitschriften, DVDs, CDs und MP3-Dateien zu buddhistischen Themen:

  • Meditation,
  • Buddhismus im Alltag,
  • Psychologie,
  • Neurowissenschaften,
  • Umdenkprozesse,
  • Frauen im Buddhismus,
  • Zen,
  • Tibetischer Buddhismus sowie Grundlagenwerke,
  • Romane,
  • Biografien und
  • vieles mehr…

Talk um sechs in der Bibliothek

Lust auf Literatur und Gespräche?

Jeden 2. Montag im Monat stellen wir ein Buch aus unserer Bibliothek vor. Wir lesen kurze Textpassagen, die in Bezug zu einem halbjährlich wechselnden Thema stehen und als Anregung für einen dialogischen Austausch gedacht sind. Dabei leiten uns vor allem die Fragen, was das aktuelle Thema mit uns persönlich zu tun hat, wie es sich in unserem Alltag auswirkt und welche Hilfestellung die buddhistische Lehre uns auf unserem Lebensweg geben kann. Das Thema der Veranstaltung und die ausgewählte Literatur werden monatlich im Newsletter angekündigt. Die Veranstaltung richtet sich an alle spirituell interessierten Menschen, die ihren Horizont erweitern möchten und Freude am gemeinsamen Denken und Lesen haben. Alle vorgestellten Bücher können in unserer Bibliothek ausgeliehen werden!

Ab Januar 2026 werden wir anfangen, uns mit ausgesuchten Kapiteln aus dem Buch „Die Lehrreden des Buddha zu einer sozialen und harmonischeren Gesellschaft“ zu beschäftigen, herausgegeben und vorgestellt von Bikkhu Boddhi.

Auch zu Lebzeiten des Buddha gab es reichlich Konflikte, angefangen von Streitigkeiten innerhalb seiner Mönchsgemeinschaft bis zu kriegerischen Auseinandersetzungen verfeindeter Königreiche. Im Sutta Nipata spricht der Buddha in bewegenden Worten von seinem Schrecken, seinem Entsetzen über solche Gewalttätigkeiten:

„Gewalt erzeugt Schrecken, seht die Menge hier im Kampf! Von der Erschütterung will ich sprechen, wie sie empfunden ward von mir. Erzittern sah ich dieses Volk, den Fischen gleich, wenn seicht ist das Gewässer. Einander sich bedrängen sah ich sie, da hat mich Schrecken heimgesucht. Vollkommen kernlos ist die Welt, all ihre Teile sind durchzittert von Bewegung. Ich suchte Heimstatt für mich selbst, nicht sah ich eine unbewohnt. Als dann am Ende ich die Wesen in Bedrängnis sah, da kam der Ekel mir! Den Stachel sah ich dann, der, schwer erkennbar, hier im Herzen steckt.“

Warum war und ist die Sehnsucht der Menschen nach Frieden, nach liebevollem Miteinander groß, und warum entstehen immer wieder Zerwürfnisse, Feindseligkeiten, Beziehungsabbrüche, Kriege? Sobald der Buddha zu lehren begann, war sein zentrales Thema die Möglichkeit, zu wirklichem innerem Frieden zu kommen und einen Weg zu finden, ein Leben zu führen, das auf gegenseitigem Verständnis und Wohlwollen gegründet ist. Was können wir aus den Erkenntnissen des Buddha lernen?

Bhikkhu Bodhi ist einer der führenden Mönchsgelehrten des Theravadabuddhismus und lebt z.Zt. in einem Kloster in New York. Eine ausführliche Würdigung seines Wirkens und seiner Werke findet sich in einer Festschrift zu seinem 80. Geburtstag in Buddhismus aktuell 3/24.

Termine ab April 2026: 13.4., 11.5., 8.6., 13.7., 10.8., 14.9., 12.10., 9.11. und 14.12.2026

Kosten: Dana (freiwillige Spende)

Ort: Sangha-Raum (Bibliothek)

Anmeldung: Nicht erforderlich

Einführung in die Buddhistische Stadt-Praxis

Die Buddhistische Stadt-Praxis ist das Herzstück der Angebote unseres Zentrums.
Der Einführungskurs bietet einen leichten und fundierten Einstieg. Er vermittelt buddhistische Meditationstechniken, die Geist und Herz klären, schwierigen Emotionen Raum geben und innere Ruhe fördern. Neben Meditation und verschiedenen Methoden gehören Austausch, Reflexion und kurze Vorträge dazu. Aufgaben zwischen den Terminen unterstützen die Praxis im Alltag. Im Lauf der 3-4 monatigen Kursdauer bildet sich eine neue Stadt-Praxis-Gruppe, die in Fortsetzungskursen weiter miteinander praktizieren kann. 

Voraussetzung: die Bereitschaft, während des Kures an 6 Tagen pro Woche 20 Minuten zu meditieren.

Die Illusion des Ich

Die buddhistische Lehre beschreibt das „Ich“ nicht als festen Kern, sondern als ein Bündel fortwährender Prozesse – Körperempfindungen, Gedanken, Gefühle, Wahrnehmungen. In den Vorträgen wurde immer wieder betont: Das Ich, das wir zu verteidigen versuchen, ist eine Gewohnheit des Geistes, keine stabile Entität. Sobald wir genau hinschauen, beginnt es zu zerbröckeln.

Weil wir erkennen, dass alles im Wandel ist. Diese Einsicht schafft Freiheit: Wir müssen uns nicht ständig beweisen, rechtfertigen oder vergleichen. Wenn die Fixierung auf ein festes Selbst sich löst, entsteht Raum – für Gelassenheit, Mitgefühl und ein Leben, das weniger eng und mehr verbunden ist.

Das Buddhistische Stadt-Zentrum

Mehr über unsere Geschichte und unseren Ansatz inmitten der Stadt Hamburg nach der buddhistischen Lehre zu leben.

Stimmen unserer Teilnehmenden